Hilfe bei Blasenentzündung (Zystitis)

Ursachen, Behandlung & wertvolle Tipps
Blasenentzündung (Cystitis) - Tipps und Hilfe

Die typischen Symptome einer Blasenentzündung

Symptome einer Blasenentzündung

Wenn Sie bereits von einer Zystitis betroffen waren, ist das Erkennen einer Blasenentzündung, im Rahmen eines Infekts der Blase, relativ leicht. Sollte es Sie zum ersten Mal erwischt haben: Folgende Symptome (Beschwerden) sprechen für eine Blasenentzündung:

  • Vermehrter Harndrang
  • Mehr als 2x pro Nacht auf Toilette
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Krampfartige Beschwerden (Unterbauchschmerzen), insbesonders nach dem Wasserlassen
  • Dunkel verfärbter (trüber) Urin
  • Blut im Urin
  • Häufig nur geringe Mengen an Urin

Risikofaktoren für Blasenentzündungen

Risikofaktor Stress Blasenentzündung

Unter anderem erhöhen folgende Faktoren das Risiko für eine Blasenentzündung:

  • Geschlechtsverkehr: Bakterien gelangen dabei besonders leicht in die Blase (auch als Honeymoon-Zystitis bekannt)
  • Verwendung von Verhütungsmitteln wie Diaphragma oder Spermiziden. Dadurch wird die Scheidenflora verändert und Infektionen werden begünstigt.
  • vorangegangene asymptomatische Bakteriurie (Keime werden im Urin nachgewiesen, ohne jedoch Beschwerden zu verursachen)
  • vorangegangene Harnwegsinfektionen
  • jugendliches Alter bei der ersten Blasenentzündung
  • Vorkommen von Harnwegsinfektionen in der Familie
  • Stress (zu wenig Schlaf, ungesunde Ernährung)
  • Schwangerschaft. Harnwegsinfektionen wie die Zystitis treten bei ansonsten gesunden Schwangeren gehäuft auf, vor allem im letzten Trimester.
  • Östrogenmangel. Frauen in den Wechseljahren (vor allem in der Postmenopause, also einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahre nach der letzten Regelblutung) sind stärker gefährdet, weil sich die Scheidenflora – ein natürlicher Schutzschild gegen Infekte – in dieser Phase ändert

Einige Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes mellitus, können das Risiko für eine Blasenentzündung ebenfalls steigern. Bei manchen Diabetikern ist der Zuckergehalt im Urin erhöht. Das kann die Vermehrung von Bakterien fördern.

Was tun bei einer Blasenentzündung?

Nicht immer gleich zum Antibiotikum greifen

Die meisten akuten Harnwegsinfektionen bei Frauen werden als unkompliziert eingestuft. Hier hat sich Carito® mono bei der Behandlung mit seiner entzündungshemmenden und harntreibenden Wirkung bewährt. Eine Blasenentzündung gilt als unkompliziert, wenn sich keine funktionellen oder anatomischen Anomalien im Harntrakt finden und keine Risikofaktoren für einen schweren Verlauf vorliegen. Dazu gehören Vorerkrankungen (zum Beispiel Diabetes oder Autoimmunerkrankungen) oder eine Schwangerschaft.

Bei Männern dagegen sind Harnwegsinfektionen in der Regel kompliziert und sollten vom Arzt abgeklärt werden, da etwa die Hoden in Mitleidenschaft gezogen werden könnten oder mitunter eine Grunderkrankung der Prostata vorliegt.

Wichtig: Starke Beschwerden, Schmerzen in der Rücken-, Nieren- oder Flankengegend, Fieber oder Blut im Urin deuten auf einen komplizierten und schweren Verlauf einer Harnwegsinfektion hin (etwa eine Nierenbeckenentzündung) und sollten bei Frauen wie Männern unbedingt vom Arzt abgeklärt werden.

Was kann ich zusätzlich tun um die Heilung zu fördern

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung hier noch einige Tipps, die bei einer Blasenentzündung die Genesung fördern können.

  • Viel trinken: Geeignete Getränke sind Kräutertees oder Wasser.
  • Viel Wasser lassen: Der Toilettengang sollte nicht zu lange hinausgezögert werden, da sich sonst Bakterien im Harntrakt konzentrieren können. Hier wirkt Carito® mono diuretisch (harntreibend) und unterstützt die Ausscheidung. Auch begleitend zu einer möglicherweise notwendigen Antibiotikabehandlung bei Blasenentzündung hat sich Carito® mono zur Durchspülung der Harnwege bewährt.
  • Wärmezufuhr: Kälte vermindert die Durchblutung, auch im Intimbereich, Wärme mobilisiert hingegen die Abwehr. Am besten hilft immer noch die gute alte Wärmflasche oder ein heißes Bad. Darüber hinaus warme Kleidung anziehen und besonders die Füße stets warm halten.
  • Ruhe und Entspannung: Das gibt dem Körper Gelegenheit, seine Abwehrkräfte neu aufzutanken.
  • Hygiene: Den Genitalbereich waschen, damit nicht erneut Bakterien in die Blase gelangen. Keine Intimsprays benutzen, da diese die natürliche Schutzfunktion der Scheide beeinträchtigen können. Lieber sanfte, pH-neutrale Waschlotionen verwenden.
  • Kein Sex: Bis die Blasenentzündung überstanden ist, empfiehlt es sich, mit dem Geschlechtsverkehr zu warten. Da Sex bei einer Blasenentzündung Schmerzen bereitet, haben allerdings die meisten Betroffenen ohnehin keine Lust auf sexuelle Aktivität.

Ist eine Blasenentzündung ansteckend?

Eine direkte Infektion auf dem Weg von einem Erkrankten auf einen Gesunden ist eher unwahrscheinlich.

Eine bakterielle Zystitis entsteht, indem Keime – meist E.coli-Bakterien aus dem eigenen Darm – in die Harnröhre und von dort in die Blase gelangen. Das kann über verschiedene Wege geschehen, häufig etwa über Geschlechtsverkehr, wenn Erreger aus dem Darmbereich dabei in die Harnröhre gelangen.
Auch die gemeinschaftliche Benutzung von Toiletten, z.B. innerhalb der Familie, kann ein gewisses Risiko darstellen. Dieses geht jedoch weniger von einer verkeimten Klobrille aus als vielmehr von Gegenständen, die üblicherweise vor und nach dem Toilettengang angefasst werden, etwa Türklinken. Gelangen Bakterien von dort auf die Finger und dann in die Vagina, zum Beispiel beim Einführen eines Tampons, können die Keime in die Harnröhre wandern und dort zu einer Blasenentzündung führen.

Eine Blasenentzündung (Zystitis) kann chronisch werden

Tritt ein unkomplizierter Harnwegsinfekt nicht mehr als dreimal pro Jahr auf, sind keine weiteren Komplikationen für die beteiligten Organe wie Harnwege oder Nieren zu befürchten. Kehrt eine Infektion immer wieder, sollten Sie das mit ihrem behandelnden Arzt besprechen und weitere Untersuchungen beim Frauenarzt/Urologen vornehmen lassen, um organische Ursachen auszuschließen.

Der Blasenentzündung zuvorkommen

Tipps zur Vorbeugung einer Blasenentzündung (Prophylaxe)

Egal, ob gelegentlich auftretende oder wiederholte Blasenentzündung: Besser, als einen vorliegenden Harnwegsinfekt zu behandeln, ist Vorbeugung. Natürlich ist das nicht immer möglich. Doch wer sein persönliches Risiko kennt sowie mögliche Prophylaxe-Maßnahmen, ist besser vor einer Blasenentzündung geschützt. Was kann man also tun um einer Blasenentzündung vorzubeugen? Die folgenden Empfehlungen wurden in Zusammenarbeit mit Urologen und Gynäkologen entwickelt. Sie können helfen, häufige Blasenentzündungen zu vermeiden und dem Einsatz von Antibiotika vorzubeugen, denn neben den angeborenen (genetischen) Ursachen, spielen auch Ihre täglichen Gewohnheiten eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsentstehung.

Viel trinken

Trinken Sie 2-3 Liter am Tag. Das fördert die Ausspülung der Bakterien aus der Blase. Je länger die Blase nicht entleert wird, desto länger haben die Bakterien in den Harnwegen und der Blase Zeit, sich zu vermehren. Gehen Sie also häufig zur Toilette.

Ausgewogene Ernährung

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Vermeiden Sie rein pflanzliche Nahrung, bzw. stark gesalzenes und gewürztes Essen. Zuviel Salz kann die Blase reizen. Dadurch können Entzündungen begünstigt werden.

Unterkühlung vermeiden

Vermeiden Sie Unterkühlung. Setzen Sie sich nicht auf kalte Untergründe. Die Füße sollten immer warm gehalten werden. Wechseln Sie nasse oder verschwitzte Kleidung so schnell wie möglich. Auch Ihre Badeanzüge sollten Sie sofort nach dem Bad wechseln.

Den Urin nicht anhalten

Bei Harndrang sollten Sie den Urin nicht zu lange einhalten, sondern sofort zur Toilette gehen. Häufiges Wasserlassen unterstützt die Ausspülung von Keimen, bevor sie sich vermehren können.

Was ist auf der Toilette zu beachten?

Nach dem Stuhlgang oder dem Wasserlassen von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen. So können keine Bakterien vom After in die Harnröhre gelangen.

Nach dem Geschlechtsverkehr

Nach dem Geschlechtsverkehr entleeren Sie am besten bald die Blase, um Bakterien aus der Harnröhre zu spülen. Weitere Tipps:

  • Kondome können einer Blasenentzündung vorbeugen.
  • Entleeren Sie die Blase auch vor dem Geschlechtsverkehr, um Keime, die sich eventuell in der Harnröhe befinden, auszuspülen.
Genitalhygiene

Waschen Sie nicht übertrieben häufig den Intimbereich. Verwenden Sie pH-neutrale Duschgels oder Seifen. Benutzen Sie möglichst keine Intimsprays. Diese zerstören den Säureschutzmantel der Haut.

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